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Terrorpläne, Todeslisten, Munitionsdiebstahl – Staatsfeinde in Uniform

Terrorpläne, Todeslisten, Munitionsdiebstahl – Staatsfeinde in Uniform

Film von Dirk Laabs

Anschließend: Dirk Laabs im Gespräch mit dem Frankfurter Journalisten Hanning Voigts

11. Dezember 2019, 20 Uhr, Murnau-Filmtheater Wiesbaden

Die Recherchen von „ZDFzoom“-Autor Dirk Laabs belegen eine beängstigende Mischung. Spezialkräfte von Polizei und Bundeswehr, illegale Munition, Waffen. Rechte Feindbilder und Todeslisten mit Politikernamen. Martina Renner, Mitglied im Innenausschuss des Bundestages, Die Linke, sagt im Interview mit „ZDFzoom“ zur neuen rechtsradikalen Gefahr: „Es kann ja ein Einzelner für sich den Tag X erklären. Ob er dann tatsächlich an dem Tag X über ein Gewehr verfügt, ist nicht die Frage, er kann auch sein Auto nehmen und in die nächste Gruppe von Antifa-Demonstranten reinfahren. Er braucht nur den Tatentschluss.“

In der Dokumentation warnen gleich mehrere Politiker vor neuer rechter Gewalt. Konstantin von Notz von den Grünen sagt im Interview mit „ZDFzoom“: „Ich glaube, wir müssen einfach die Gewalttätigkeit und auch die mörderischen Absichten, die es im rechtsextremistischen Bereich inzwischen immer stärker gibt, sehr, sehr ernst nehmen.“ Und: „Die Situation war seit 1945 nicht mehr so gefährlich.“

Die gesellschaftliche Stimmung werde immer brisanter, konstatiert auch Armin Schuster, CDU, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Im Interview mit „ZDFzoom“ fordert er, härter gegen rechtsnationale und extremistische Bestrebungen vorzugehen. Schuster wörtlich: „In Deutschland hat sich etwas verschoben. Deshalb mache ich mir Sorgen. Ist es nicht leichter, dass ein NSU 2.0 entsteht, als damals?“

Dirk Laabs ist investigativer Journalist und Filmemacher. Er ist Autor der Bücher „Heimatschutz“ über den NSU (mit Stefan Aust) und „Der deutsche Goldrausch – die wahre Geschichte der Treuhand“. Laabs ist Gewinner des Dokumentarfilmpreises des Bayerischer Rundfunks und des Axel-Springer-Preises (2. Platz) für „Die Fremden im Paradies – warum Gotteskrieger töten“. Er hat eine Stipdendium der Ruge-Stiftung erhalten und wurde mit dem den „Opus Primum“ der Volkswagenstiftung ausgezeichnet. Laabs hat jahrelang auf dem Gebiet islamistischer und internationaler Terrorismus recherchiert. Seine Dokumentationen liefen auf zahlreichen Festivals und Sendern in Deutschland, der Schweiz und dem restlichen Europa.



Ausschlussklausel:
Dass menschenfeindliche Positionen als legitim diskutierbar erscheinen, ist Methode und Ziel von Neuer Rechten und AfD. Es geht ihnen um die Erweiterung der „Kampfzone“. Sie arbeiten mit Hetze und Häme gegen Minderheiten, sie verbreiten bedenkenlos Fake News um Stimmung zu machen und paktieren immer offener mit originären Rechtsextremisten. Solche Akteure sind für uns keine Diskussionspartner!
Deswegen: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen, und Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Dazu gehören insbesondere Personen, die Kontakte zur rechtsextremen „Identitären Bewegung“ pflegen.